Aktiver Artenschutz durch den Fonds für bedrohte Papageien Die ständig wachsende Bedrohung wildlebender Papageienpopulationen und der damit verbundene dramatische Rückgang vieler Arten erfordert mehr denn je intensive und zielgerichtete Schutzmaßnahmen. Freilanduntersuchungen haben ergeben, dass fast 50 Prozent aller Papageienarten bedroht, und davon wiederum die Hälfte sehr stark gefährdet ist. Die Hauptgründe hierfür sind die anhaltende Lebensraumzerstörung, wie etwa durch Brandrodung oder Besiedelung auf der einen Seite, aber auch nach wie vor der internationale Vogelhandel, der immer noch "Wildfänge" anbietet. Der Fonds für bedrohte Papageien hat die Zielsetzung, Felduntersuchungen und daraus entstehende Schutzmaßnahmen anzuregen, und finanziell zu unterstützen. Er legt dabei besonderen Wert auf die Zusammenarbeit mit anderen Artenschutzgruppen und der Bevölkerung der jeweiligen Ursprungsländer, um durch Kooperation und Aufklärung langfristig wirkungsvolle Maßnahmen zum Schutz der bedrohten Arten zu schaffen. Durch Einzelgruppen unkooperativ durchgeführte "Prestige-Projekte" sind nicht im Sinne des Fonds. Sie bringen zwar eine "gute Presse", haben allerdings aufgrund fehlender Abstimmung wenig Nutzen für die bedrohten Papageienarten. |
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