Viele Papageienarten brauchen unsere Hilfe

Man kann es nicht oft genug wiederholen: Mehr als ein Drittel aller bekannten Papageienarten weltweit sind bedroht. Bei der Mehrzahl der restlichen Arten sind die Freilandbestände am Abnehmen. Es gibt zwei Hauptgründe, warum dies so ist,

• die Vernichtung des Lebensraumes

• der Fang für den nationalen und internationalen Handel

Neben diesen zwei Hauptgründen existieren natürlich noch eine Reihe anderer Gründe wie z.B. die Jagd und Verfolgung als Ernteschädlinge, das Eindringen von anderen Tierarten in den Lebensraum einer Papageienart oder die Veränderung des Habitats.
Die entscheidende Frage für jeden, dem die Papageien am Herzen liegen, sollte deswegen sein: Wie kann ich helfen? Einige Tipps und Anregungen finden Sie hierzu in den nachfolgenden Unterverzeichnissen.

Nun, auch wenn es schwierig ist, die Vernichtung des Lebensraums von Deutschland aus zu stoppen, so gibt es dennoch eine Reihe von Möglichkeiten, wie Sie sich am Schutz der Papageien beteiligen können. Wenn Sie Halter oder Züchter von Papageien sind, ist sicher eine der wichtigsten von ihnen:

Erwerben Sie keine wildgefangenen Papageien!

Immer noch gelangen Papageien in die Bundesrepublik Deutschland, die auf grausame Weise gefangen wurden, qualvoll in engen Käfigen gehalten und transportiert werden und von denen ein hoher Prozentsatz verendet, bevor er in die Hände von Haltern gelangt, die sich oft nicht darüber im Klaren sind, was ihr „Liebling“ durchgemacht hat.

Erwerben Sie auch keinen dieser Papageien aus Mitleid!

Sie sorgen durch diesen wohlgemeinten Kauf lediglich dafür, dass weitere Artgenossen gefangen und gequält werden.

Neben diesem Aspekt werden durch den Fang natürlich auch die Freilandpopulationen geschädigt, und dies oft in einem Umfang, dass heute lokale Populationen von vor Jahren noch häufigen Papageien wie z.B. die Blaustirnamazonen in der argentinischen Provinz Salta nahezu erloschen sind.

Informieren Sie sich über die Situation der Freilandbestände und helfen Sie, in Ihrem Umkreis andere Papageienfreunde auf die Bedrohung der Papageien aufmerksam zu machen. Denn nur durch Information kann der Kreis derjenigen, die sich für die Papageien einsetzen, erweitert werden.

Überzeugen Sie Ihre Mitmenschen davon, nur noch in Menschenobhut aufgewachsene Papageien zu erwerben, erinnern Sie sie, die Freilandbestände nicht zu vergessen und wenn immer möglich, einen kleinen (oder gerne auch etwas größeren) Beitrag zum Artenschutz z.B. durch eine Spende zu leisten.

Wenn Sie Züchter von Papageien sind und auch Arten züchten, die auf dem Anhang I von CITES gelistet sind, beteiligen Sie sich an einem der für viele bedrohten Papageienarten existierenden Zuchtprogramme. Diese sind zwar kein Ersatz für den Schutz der Freilandpopulationen, verdeutlichen aber auch deren Probleme und sind eine allerletzte Hoffnung, wenn wie im Fall des Spix-Aras die Freilandpopulation erloschen ist.


Absolut schützenswert: unberührter Primärwald

 

 

 



© Fonds für bedrohte Papageien